Wodurch entstehen Kastrations-Phantsien?

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Henri Meunier (imported)
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Joined: Wed Jun 16, 2004 6:15 am

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Wodurch entstehen Kastrations-Phantsien?

Post by Henri Meunier (imported) »

Eine interessante Frage, die in englischer Sprache gestellt und diskutiert wurde. Ich möchte sie weitergeben und zum Nachdenken darüber anregen. Bitte nicht daran stören, daß sich der Autor etwas umständlich ausgedrückt hat.

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„I worship women” (= „Ich verehre Frauen”):

Wodurch entstehen Kastrationsphantasien?

Ich möchte die Umstände verstehen und kennenlernen, und ich möchte mich selbst verstehen lernen.

Was bringt Menschen dazu, Kastrations-Phantasien zu haben? Ich denke, daß jeder Fall einzigartig ist, und das in jedem Fall die Ursache eine andere ist.

Jahrelang habe ich mich immer wieder gefragt, was meine Kastrierungs-Phantasien mit dominanten Frauen und meine Gefühle für weibliche Macht verursacht hat.

Ich habe oft über die Jahre meiner Kindheit und Jugend nachgedacht. Sie waren normal, durchschnittlich, typisch. Ich kann nichts in meiner Kindheit und Jugend finden, das meine Domina- und Kastrations-Phantasien verursacht haben könnte, oder die Gefühle für weibliche Dominierung.

Dann habe ich mich gefragt, ob es sein könnte, daß diese Phantasien und Gefühle durch gar nichts verursacht wurden, daß ich einfach so bin? Ich habe diese Phantasien und Gefühle einfach, ich bin so, und so ist es eben?

Viele Leute halten es für möglich, anders oder außerhalb dessen zu sein, was die Gesellschaft als „normal” bezeichnet, und man fragt sich: „Warum ist diese Person so, was hat sie so gemacht?” Könnte es sein, daß nichts wirklich dafür verantwortlich ist, daß sie so sind, wie sie sind, und daß sie eben einfach so sind?

Psychologie und Verstehen sind faszinierend, und Psychologie und Verstehen sind, worüber wir hier tatsächlich sprechen.

Ich habe mich auch gefragt, ob viele Berufs-Psychologen ihren Beruf deshalb gewählt haben, weil sie in ihrer Jugend gefühlt haben, daß sie „irgendwie anders” waren, irgendwie „außerhalb der Normalität”, und ihr Bemühen, es zu verstehen und damit umzugehen, führte sie dazu, Psychologie zu studieren.
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