Sag´ mal, ursuscha, hast Du Dir einmal die Beiträge der deutschen Foris so durchgelesen?
Ich glaube nicht!
Ja, es gibt ein entsprechendes Gesetz in Deutschland.
Nur, das heißt noch lange nicht, daß es so einfach ist, sich kastrieren zu lassen.
Schon gar nicht, wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht.
Auch dann nicht, wenn man ein gewisses Lebensalter überschritten hat.
Was meinst Du, warum hier soviel über gangbare Möglichkeiten diskutiert wird?
So einfach, wie Du Dir das vorstellst, geht das nicht.
Bei einer "Geschlechtsangleichung" mögen da ja noch gewisse Möglichkeiten bestehen.
Aber das ist mit einem immensen Aufwand für die betreffende Person verbunden.
Psychologisches Gutachten, langfristige Probephase auf hormoneller Basis usw.
Einfach so zum Onkel Doktor gehen und sich die Eier abschneiden lassen ist nicht.
Auch nicht aus Vorsorge!
Außerdem, nicht alle, die sich kastrieren (lassen) wollen, sind auch bereit, ihr Geschlecht angleichen zu wollen (um das einmal politisch korrekt zu beschreiben).
Meinst Du, die Leute hier würden solche Risiken auf sich nehmen, wenn es einen legalen Weg in Deutschland gäbe?
Oder meinst Du, ich würde zögern, wenn mir die Risiken nicht bewußt wären?
Vom technischen Standpunkt aus gesehen, ist die Kastration von männlichen Säugetieren relativ simpel. Hier liegen Jahrtausend alte Erfahrungen vor. Für jeden Veterinärmediziner ist das "tägliches Brot". Bei vielen Tieren wird die Kastration außerhalb von Kliniken vorgenommen.
Warum sollte das beim Mann anders sein?
Auch da sind die Genitalien frei zugänglich.
Die Risiken als solches sind bekannt und überschaubar.
Auch richten sich die Risiken nach der Art der gewählten Methode.
Auch beim Mann ist eine "unblutige Variante" möglich.
Und damit ist jetzt nicht die chemische Variante gemeint.
Richtig eingesetzt, ist auch beim Mann die Kastration mit einer speziellen Zange (Burdizzo) möglich.
Der Vorteil liegt darin, daß dabei der Hodensack nicht eröffnet werden muß. Somit entsteht auch keine offene Verbindung der Bauchhöhle über den Leistenkanal nach außen. Somit ist eine Keimbelastung und eine folgende mögliche Infektion weitestgehend ausgeschlossen.
Bei der "blutigen Variante" entsteht halt eine Öffnung nach außen, durch die Keime ins Körperinnere gelangen können.
Hinzu kommt das Risiko des Verblutens, sollte der Operateur nicht sorgfältig arbeiten und ihm die Samenstränge entgleiten, bevor die Blutzufuhr zuverlässig abgebunden sind. Im Körperinneren sind diese nach dem Abtrennen der Hoden kaum noch zu greifen.
So paradox es ist, aber das Material, um eine Kastration ausführen zu können, ist frei zu erwerben. Völlig legal.
Bei den entsprechenden Medikamenten sieht das schon anders aus.
Vor allem, wenn es um Antibiotika und später um Hormonpräparate handelt.
Diese sind in der Regel Verschreibungs- pflichtig.
Das deutsche
geht in den meisten Fällen an den Belangen der Kastrations- willigen völlig vorbei.
Zumindest, wenn es um die Umsetzung geht.
Die Gründe, sich einer solchen Maßnahme zu unterziehen, sind einfach zu mannigfaltig.
Was mich persönlich zögern lässt:
Für eine medizinische Betreuung wäre gesorgt, ein Urologe wäre anwesend!
Ich mache mir meine Gedanken über das "Danach"!
Denn "legal" wäre nach deutschem Recht diese Kastration nicht!
Daher mache ich mir meine Gedanken.
Mit dem betreffenden Arzt habe ich noch nicht gesprochen.
Wie gesagt, dieser Weg hat sich per Zufall ergeben.
Bedingt durch mein Engagement auf einer Plattform ähnlich diesem Forum.