Deutschland / München
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Snickers (imported)
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Re: Deutschland / München
Hallo Leidensgenossen,
finde es wirklich toll, daß sich doch noch ein paar aus Deutschland gemeldet haben. Aber es gibt doch bestimmt noch mehr die den Wunsch zu einer chemischen oder realen Kastration haben oder es schon sind???
Wir wollen durch eure Erfahrungen profitieren, also meldet euch.....
@DerTreueHusar:
welches Mittel verwendest du? Eine Wirkzeit von 6 Monaten scheint genial zu sein...
finde es wirklich toll, daß sich doch noch ein paar aus Deutschland gemeldet haben. Aber es gibt doch bestimmt noch mehr die den Wunsch zu einer chemischen oder realen Kastration haben oder es schon sind???
Wir wollen durch eure Erfahrungen profitieren, also meldet euch.....
@DerTreueHusar:
welches Mittel verwendest du? Eine Wirkzeit von 6 Monaten scheint genial zu sein...
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Snickers (imported)
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Re: Deutschland / München
@nosexatall:
dein Vergleich mit der Babyklappe ist klasse.
Bin auch der Meinung, daß das Gesetz zur freiwilligen Kastration sofort abgeschafft werden muß. Jeder hat das Recht über sich selbst zu entscheiden.
dein Vergleich mit der Babyklappe ist klasse.
Bin auch der Meinung, daß das Gesetz zur freiwilligen Kastration sofort abgeschafft werden muß. Jeder hat das Recht über sich selbst zu entscheiden.
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mobbkopf (imported)
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Re: Deutschland / München
Hi Ihr,
schöne Grüße aus dem schönen Frankenland
Lese hier schon seit rund 15 Jahren mit - natürlich nicht permanent, eher "schubweise". Wobei ich sagen muss, mein Interesse an einer chemischen Kastration hat über die Jahre massiv zugenommen, so dass ich mal davon ausgehe, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis ich auch an der Nadel hänge
Grundsätzlich habe ich das gleiche Problem wie nosexatall: Meinem Hausarzt möchte ich mich mit diesem Thema nach Möglichkeit nicht anvertrauen, da ich nicht denke, dass er das auch nur ansatzweise verstehen wird. Hätte kein Problem damit, regelmäßige Bluttests und die Überwachung meiner Injektionen beim Endokrinologen aus eigener Tasche zu bezahlen; die Frage ist nur, wie geht man so etwas an; wie findet man einen Facharzt, der so etwas (mit-) macht?
Und dann ist da noch die Frage nach dem "richtigen" Mittel und der "richtigen" Dosierung: Hier im Forum scheint jeder eine andere Dosierung zu nehmen. Es gibt zwar das "Protokoll" zur Dosierung hier im Forum, aber das ist doch recht dünn gehalten bezüglich der genauen Auswirkungen der einzelnen Medikamente...
LG
schöne Grüße aus dem schönen Frankenland
Lese hier schon seit rund 15 Jahren mit - natürlich nicht permanent, eher "schubweise". Wobei ich sagen muss, mein Interesse an einer chemischen Kastration hat über die Jahre massiv zugenommen, so dass ich mal davon ausgehe, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis ich auch an der Nadel hänge
Grundsätzlich habe ich das gleiche Problem wie nosexatall: Meinem Hausarzt möchte ich mich mit diesem Thema nach Möglichkeit nicht anvertrauen, da ich nicht denke, dass er das auch nur ansatzweise verstehen wird. Hätte kein Problem damit, regelmäßige Bluttests und die Überwachung meiner Injektionen beim Endokrinologen aus eigener Tasche zu bezahlen; die Frage ist nur, wie geht man so etwas an; wie findet man einen Facharzt, der so etwas (mit-) macht?
Und dann ist da noch die Frage nach dem "richtigen" Mittel und der "richtigen" Dosierung: Hier im Forum scheint jeder eine andere Dosierung zu nehmen. Es gibt zwar das "Protokoll" zur Dosierung hier im Forum, aber das ist doch recht dünn gehalten bezüglich der genauen Auswirkungen der einzelnen Medikamente...
LG
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Temjin1980 (imported)
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Re: Deutschland / München
@mobbkopf: Ich schätze das Problem mit den Hausärzten haben etwa 97%.
Einfach "mal eben so" das funktioniert nicht. Wie in einem anderen Beitrag erwähnt,
sticht das Gesetz wieder einmal und auch wenn man das versucht zu umgehen (legalerweise) ist es ein ewiger Weg.
Bei den Dosierungen ist es nunmal individuell. Jeder regiert anders/unterschiedlich.
Die auf solchen Packungen angegeben Durchschnittsdosierungen geben keine
Garantie wie, wann und in welchem Ausmaß die Wirkung eintritt/anhält.
Bei einem treten schwere Leberschäden auch bei geringer dosierung, schnell. Bei
anderen gar nicht. Deswegen fallen diese Mittel im Bürokratenstaat DTL eben unter das
TSG und dem FwK-Gesetz. Auf eine Änderung oder Wegfall derer würde ich mal nicht
hoffen.
Lg Temmy
Einfach "mal eben so" das funktioniert nicht. Wie in einem anderen Beitrag erwähnt,
sticht das Gesetz wieder einmal und auch wenn man das versucht zu umgehen (legalerweise) ist es ein ewiger Weg.
Bei den Dosierungen ist es nunmal individuell. Jeder regiert anders/unterschiedlich.
Die auf solchen Packungen angegeben Durchschnittsdosierungen geben keine
Garantie wie, wann und in welchem Ausmaß die Wirkung eintritt/anhält.
Bei einem treten schwere Leberschäden auch bei geringer dosierung, schnell. Bei
anderen gar nicht. Deswegen fallen diese Mittel im Bürokratenstaat DTL eben unter das
TSG und dem FwK-Gesetz. Auf eine Änderung oder Wegfall derer würde ich mal nicht
hoffen.
Lg Temmy
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nosexatall (imported)
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Re: Deutschland / München
Also bleibt einem nichts anderes übrig, als den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und ....
Dabei böte gerade die chemische Variante die Möglichkeit der Testphase!
Eine Kastration hat gravierende Veränderungen zur Folge. Es werden ja nicht nur die Hoden entfernt. Die Produktion von Testosteron kommt nahezu zum Erliegen.
Damit ist aber eine Veränderung der Persönlichkeit verbunden.
Auch liest man immer wieder etwas von Depressionen.
Die Nachwirkungen treten auch in Folge der chemischen Kastration auf. Nur mit dem Unterschied, daß diese durch Absetzen der Medikamente wieder rückgängig gemacht werden können.
Sind die Bällchen erst einmal weg, dann nicht!
Ich sage ja nicht, daß eine Medikation nicht über Nebenwirkungen verfügt. Daher gehört diese Variante dringend unter ärztliche Beobachtung. Nur landen wir dann wieder bei dem Problem, daß der Besuch beim Hausarzt nicht unbedingt zum gewünschten Ergebnis führen wird.
Dabei kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, das die Gesellschaft mit einer gewissen Doppelmoral handelt:
Eine Verstärkung des Geschlechtes ist durchaus legitim. Brustvergrößerungen bei Frauen sind keine Seltenheit.
Auch Penisvergrößerungen werden ausgeführt.
Ach, wenn Mann nicht gerne darüber spricht.
Warum also ist eine Verminderung des Geschlechtes nicht möglich?
Eine Geschlechtsumwandlung, wenn auch unter Schwierigkeiten bzw. Auflagen, dagegen schon?
Wenn Man(n) seine männlichkeit aufgeben will, ohne gleich als Frau leben zu wollen, warum darf er das nicht?
Auch nicht nach einer Testphase?
Dabei böte gerade die chemische Variante die Möglichkeit der Testphase!
Eine Kastration hat gravierende Veränderungen zur Folge. Es werden ja nicht nur die Hoden entfernt. Die Produktion von Testosteron kommt nahezu zum Erliegen.
Damit ist aber eine Veränderung der Persönlichkeit verbunden.
Auch liest man immer wieder etwas von Depressionen.
Die Nachwirkungen treten auch in Folge der chemischen Kastration auf. Nur mit dem Unterschied, daß diese durch Absetzen der Medikamente wieder rückgängig gemacht werden können.
Sind die Bällchen erst einmal weg, dann nicht!
Ich sage ja nicht, daß eine Medikation nicht über Nebenwirkungen verfügt. Daher gehört diese Variante dringend unter ärztliche Beobachtung. Nur landen wir dann wieder bei dem Problem, daß der Besuch beim Hausarzt nicht unbedingt zum gewünschten Ergebnis führen wird.
Dabei kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, das die Gesellschaft mit einer gewissen Doppelmoral handelt:
Eine Verstärkung des Geschlechtes ist durchaus legitim. Brustvergrößerungen bei Frauen sind keine Seltenheit.
Auch Penisvergrößerungen werden ausgeführt.
Ach, wenn Mann nicht gerne darüber spricht.
Warum also ist eine Verminderung des Geschlechtes nicht möglich?
Eine Geschlechtsumwandlung, wenn auch unter Schwierigkeiten bzw. Auflagen, dagegen schon?
Wenn Man(n) seine männlichkeit aufgeben will, ohne gleich als Frau leben zu wollen, warum darf er das nicht?
Auch nicht nach einer Testphase?
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Abrax97 (imported)
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Re: Deutschland / München
nosexatall (imported) wrote: Wed Jun 22, 2011 8:46 pm Eine Verstärkung des Geschlechtes ist durchaus legitim. Brustvergrößerungen bei Frauen sind keine Seltenheit.
Auch Penisvergrößerungen werden ausgeführt.
Ach, wenn Mann nicht gerne darüber spricht.
Warum also ist eine Verminderung des Geschlechtes nicht möglich?
Eine Geschlechtsumwandlung, wenn auch unter Schwierigkeiten bzw. Auflagen, dagegen schon?
Wenn Man(n) seine männlichkeit aufgeben will, ohne gleich als Frau leben zu wollen, warum darf er das nicht?
Auch nicht nach einer Testphase?
Ich denke da gibt es schon wesentlichen Faktoren!
- Dem Staat liegt gar nichts daran Zeugungsunfähigkeit zu fördern.
- Rückprojektion bei der männlichen Bevölkerung ( Kastrationsangst )
- Gesundheitliche Bedenken
Mir selber wurden Ende letzten Jahres beide Hoden operativ entfernt. Das habe ich durch Ethanol injektionen fossiert.
Im Anschluß habe ich schon einiges mit gemacht...
Bei meinen Test-Drive mit Androcour hatte ich nie mit Depressionen zu kämpfen.. nach der Kastration aber sehr wohl. Mittlerweile nehme ich weibliche Hormone. Depressionen sind damit Gott sei Dank vergangenheit.
Eine "Geschlechtsumwandlung" gibt es im Bereich der Humanoiden nicht
Prinzipiell sieht
exakt den selben Weg vor. Psychologisches Gutachten und los gehts! Alltagstest und solche Dinge gibt es dabei nicht einmal.
Mein Empfinden dabei ist allerdings sehr zwiegespalten. Zum Einen sehe ich das Bedürfnis nach Mündigkeit und freier Entscheidung über den eigenen Körper. Auf der Anderen Seite sehe ich aber auch die Notwendigkeit den Ein oder Anderen Menschen vor seinen eigenen Entscheidungen aus med. Sicht schützen zu müssen. ( Siehe die Damen die zuletzt infolge ihrer übertriebenen Brustargumentationen verstorben sind )
Bei uns im Rheinland gibt es den Spruch: " Et jitt kei größer Leid, als wat der Minsch sich selvs andät." ( Es gibt auf der Welt kein größeres Leid, als das was sich der Mensch sebst antut )
Versteht mich bitte nicht falsch... ich möchte meine Hoden für kein Geld der Welt wieder haben. Auch ich bin für mehr Liberalität was solche Entscheidungen angeht. So ist es mir z.B. ein Greul das Transidente Menschen ohne hormonelle Vorbehandlungen in einen "Alltagstest" geschickt werden. Und 1 Jahr mehr "Spießrutenlauf" mitmachen müssen als nötig währe. Dennoch denke ich das die Medizin sehr wohl verantwortungsvoll mit diesen Themen umgehen muss ohne Diktatorische Entscheidungen ( wie zur Zeit ) zu treffen. Leider habe ich all zu oft bei der weißen Zunft das Gefühl das viele dieser Herrschaften genau auf diese Machtposition abfahren
Gruß Abrax
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mobbkopf (imported)
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Re: Deutschland / München
Lustig, es gibt tatsächlich ein 
@Abrax97: Du klingst, als hättest Du diesen Weg nicht versucht? - Es wäre interessant zu wissen, ob überhaupt irgendwann mal jemand diesen Weg versucht hatte. Die gesetzlichen Hürden sind m. M. n. angemessen und nicht zu hoch (genauso wie bei Transsexuellen - natürlich ist es nicht schön, im Körper des falschen Geschlechts und in Verkleidung sich ein Jahr lang regelmäßig mehr oder weniger outen zu müssen, aber ich denke, das ist wesentlich besser, als durch Hormongabe irreversible Veränderungen in Gang zu setzen, bevor der Patient seine Bewährungsprobe hatte. Das gilt auch für die psychologischen Gutachten - einfach so mal geschlechtsumwandeln hätte wohl auch viele Selbstmorde unter den Patienten zur Folge; immerhin sind die Folgen größtenteils irreversibel, daher muss schon sichergestellt sein, dass das Ganze wirklich zum Wohl des Patienten geschieht. Externe Institutionen machen hier durchaus Sinn, da der Patient befangen ist und es durchaus schwierig für ihn ist, die Konsequenzen der Entscheidung rationell abzuwägen und zu verstehen).
Leider, muss man sagen, sieht das KastrG eben keine solche "Bewährungszeit" vor; das ist ja genau das, was ich (und wahrscheinlich auch viele andere) will. Bleibt also wahrscheinlich doch nur der Weg, sich das Zeugs in Eigenregie zu verabreichen und sich regelmäßig ein Blutbild etc. zu erschleichen (Ich fühle mich in letzter Zeit so schlecht; dauernd müde und lustlos...).
Ich bin kein Jurist, aber: Könnte man vielleicht §4 (1) dieses Gesetzes "missbrauchen", um chemisch kastriert zu werden? Das klingt für mich zumindest so, als wäre das Ganze damit rechtlich abgesichert. Leider, leider löst es immer noch nicht das Problem, einen Arzt zu finden, der auch versteht, mit was man da auf ihn zukommt.
Mein Geschlechtstrieb ist zwar hoch, subjektiv gesehen viel zu hoch (das ist ja für mich der Grund für diese ganze Chose), aber objektiv gesehen wohl noch durchaus im Rahmen. Daher dürfte es schwer werden, einen Psycho-Onkel davon zu überzeugen, dass ich jetzt unbedingt kastriert werden möchte. Gut, ordentlich übertreiben sollte nicht so schwierig sein; wohl ist mir bei der Sache trotzdem nicht so recht.
@Abrax97: Ethanol-Injektionen? Das klingt für mich ziemlich nach "Verzweiflungstat" - Immerhin liest man hier im Forum eine Menge über die hohe Gefahr von Alkoholinjektionen.
Hattest Du in Erwägung gezogen, z. B. in die USA zu einem Facharzt zu reisen? Ich weiß, das ist alles andere als billig, aber andererseits... Mir persönlich wäre das Risiko von Alkoholinjektionen auf jeden Fall deutlich zu hoch, und eine solche Reise auf jeden Fall ihr Geld wert (hey, das ist etwas Einmaliges; da gönnt man sich doch gerne mal etwas, oder nicht?
Patrick
Wusste ich nicht. Sorry dafür; hatte wohl irgendwie verdrängt, dass wir in Deutschland leben
@Abrax97: Du klingst, als hättest Du diesen Weg nicht versucht? - Es wäre interessant zu wissen, ob überhaupt irgendwann mal jemand diesen Weg versucht hatte. Die gesetzlichen Hürden sind m. M. n. angemessen und nicht zu hoch (genauso wie bei Transsexuellen - natürlich ist es nicht schön, im Körper des falschen Geschlechts und in Verkleidung sich ein Jahr lang regelmäßig mehr oder weniger outen zu müssen, aber ich denke, das ist wesentlich besser, als durch Hormongabe irreversible Veränderungen in Gang zu setzen, bevor der Patient seine Bewährungsprobe hatte. Das gilt auch für die psychologischen Gutachten - einfach so mal geschlechtsumwandeln hätte wohl auch viele Selbstmorde unter den Patienten zur Folge; immerhin sind die Folgen größtenteils irreversibel, daher muss schon sichergestellt sein, dass das Ganze wirklich zum Wohl des Patienten geschieht. Externe Institutionen machen hier durchaus Sinn, da der Patient befangen ist und es durchaus schwierig für ihn ist, die Konsequenzen der Entscheidung rationell abzuwägen und zu verstehen).
Leider, muss man sagen, sieht das KastrG eben keine solche "Bewährungszeit" vor; das ist ja genau das, was ich (und wahrscheinlich auch viele andere) will. Bleibt also wahrscheinlich doch nur der Weg, sich das Zeugs in Eigenregie zu verabreichen und sich regelmäßig ein Blutbild etc. zu erschleichen (Ich fühle mich in letzter Zeit so schlecht; dauernd müde und lustlos...).
Ich bin kein Jurist, aber: Könnte man vielleicht §4 (1) dieses Gesetzes "missbrauchen", um chemisch kastriert zu werden? Das klingt für mich zumindest so, als wäre das Ganze damit rechtlich abgesichert. Leider, leider löst es immer noch nicht das Problem, einen Arzt zu finden, der auch versteht, mit was man da auf ihn zukommt.
Mein Geschlechtstrieb ist zwar hoch, subjektiv gesehen viel zu hoch (das ist ja für mich der Grund für diese ganze Chose), aber objektiv gesehen wohl noch durchaus im Rahmen. Daher dürfte es schwer werden, einen Psycho-Onkel davon zu überzeugen, dass ich jetzt unbedingt kastriert werden möchte. Gut, ordentlich übertreiben sollte nicht so schwierig sein; wohl ist mir bei der Sache trotzdem nicht so recht.
@Abrax97: Ethanol-Injektionen? Das klingt für mich ziemlich nach "Verzweiflungstat" - Immerhin liest man hier im Forum eine Menge über die hohe Gefahr von Alkoholinjektionen.
Hattest Du in Erwägung gezogen, z. B. in die USA zu einem Facharzt zu reisen? Ich weiß, das ist alles andere als billig, aber andererseits... Mir persönlich wäre das Risiko von Alkoholinjektionen auf jeden Fall deutlich zu hoch, und eine solche Reise auf jeden Fall ihr Geld wert (hey, das ist etwas Einmaliges; da gönnt man sich doch gerne mal etwas, oder nicht?
Patrick
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nosexatall (imported)
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Re: Deutschland / München
Ich begrüße es außerordentlich, daß sich auch einmal jemand zu Wort meldet, der diesen Schnitt (entschuldigung für den Kalauer) hinter sich hat. Die meisten von uns können ja eigentlich nur Theoretisieren.
Irgendwo spiegelt diese Diskussion die Doppelmoral der Gesellschaft wieder:
So ist ein Schwangerschaftsabruch innerhalb gewisser (zeitlichen) Grenzen möglich.
Auch kann sich "Frau" völlig legal des Ergebnisses eines "kleinen Verkehrsunfalles" entledigen. Und das auch noch anonym!
Nur setzt Man(n) diesem "Problem" schon vorher ein Ende, bevor oder besser: damit es erst gar nicht dazu kommen kann, steht Man(n) vor nahezu unüberwindbaren Hindernissen.
Ich gehöre auch zu den Leuten, die sagen, daß eine Kastration, egal ob nun auf chemischen Wege oder halt operativ, unter die Aufsicht eines Arztes gehört.
Auch sollte vorher eine eingehende Beratung erfolgen, eventuell verbunden mit einer Testphase. Dazu muß man sich ja noch nicht einmal outen und in eine andere Rolle schlüpfen.
Es ist ja auch nicht so, daß alle an der Kastration interessierten auch tatsächlich eine Geschlechtsumwandlung wünschen. (Sorry, aber in diesem Kontext möchte ich diesen Terminus beibehalten!) In diesem Feld gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, da sind auch eine Menge Grautöne dabei!
Rein theoretisch bietet sich die chemische Variante als Testphase an. Schließlich sind da die Auswirkungen rückgängig zu machen. Im Gegensatz zu einer operativen Methode. Dieser Schritt ist dann endgültig.
Es sollte doch machbar sein, ein Medikament zu entwickeln, das zwar den gewünschten Erfolg liefert, aber bedeutend weniger und vor allem mit weniger gravierenden Nebenwirkungen behaftet ist. Dann hätte Man(n) wirklich eine freie Wahl.
Die Pille für die Frau gibt es ja bereits seit Jahrzehnten. Und die wird völlig legal verschrieben!
Wie wäre es da mit der Pille für den Mann?
So, wie es jetzt läuft, wird Man(n) ja geradezu in die Illigalität gedrängt.
Entweder, Man(n) beschafft sich die entsprechenden Substanzen aus undefinierbaren Quellen oder Man(n) legt selbst Hand an. Oder sucht sich jemanden, der bereit ist, eine Kastration durchzuführen. Mit mehr oder minder dubiosen Methoden und Erfahrungen.
In Deutschland wird das wohl kaum ein Arzt sein. Es sei denn, Man(n) hat seine Eier bereits so weit vorgeschädigt, daß diese nun wirklich entfernt werden müssen. Aus medizinischer Sicht ist eine solche Vorgehensweise jedoch alles andere als Sicher!
Irgendwo spiegelt diese Diskussion die Doppelmoral der Gesellschaft wieder:
So ist ein Schwangerschaftsabruch innerhalb gewisser (zeitlichen) Grenzen möglich.
Auch kann sich "Frau" völlig legal des Ergebnisses eines "kleinen Verkehrsunfalles" entledigen. Und das auch noch anonym!
Nur setzt Man(n) diesem "Problem" schon vorher ein Ende, bevor oder besser: damit es erst gar nicht dazu kommen kann, steht Man(n) vor nahezu unüberwindbaren Hindernissen.
Ich gehöre auch zu den Leuten, die sagen, daß eine Kastration, egal ob nun auf chemischen Wege oder halt operativ, unter die Aufsicht eines Arztes gehört.
Auch sollte vorher eine eingehende Beratung erfolgen, eventuell verbunden mit einer Testphase. Dazu muß man sich ja noch nicht einmal outen und in eine andere Rolle schlüpfen.
Es ist ja auch nicht so, daß alle an der Kastration interessierten auch tatsächlich eine Geschlechtsumwandlung wünschen. (Sorry, aber in diesem Kontext möchte ich diesen Terminus beibehalten!) In diesem Feld gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, da sind auch eine Menge Grautöne dabei!
Rein theoretisch bietet sich die chemische Variante als Testphase an. Schließlich sind da die Auswirkungen rückgängig zu machen. Im Gegensatz zu einer operativen Methode. Dieser Schritt ist dann endgültig.
Es sollte doch machbar sein, ein Medikament zu entwickeln, das zwar den gewünschten Erfolg liefert, aber bedeutend weniger und vor allem mit weniger gravierenden Nebenwirkungen behaftet ist. Dann hätte Man(n) wirklich eine freie Wahl.
Die Pille für die Frau gibt es ja bereits seit Jahrzehnten. Und die wird völlig legal verschrieben!
Wie wäre es da mit der Pille für den Mann?
So, wie es jetzt läuft, wird Man(n) ja geradezu in die Illigalität gedrängt.
Entweder, Man(n) beschafft sich die entsprechenden Substanzen aus undefinierbaren Quellen oder Man(n) legt selbst Hand an. Oder sucht sich jemanden, der bereit ist, eine Kastration durchzuführen. Mit mehr oder minder dubiosen Methoden und Erfahrungen.
In Deutschland wird das wohl kaum ein Arzt sein. Es sei denn, Man(n) hat seine Eier bereits so weit vorgeschädigt, daß diese nun wirklich entfernt werden müssen. Aus medizinischer Sicht ist eine solche Vorgehensweise jedoch alles andere als Sicher!
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Abrax97 (imported)
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Re: Deutschland / München
Hallo zusammen,
An sich hört sich das Gesetzt ja gut und richtig an. Allerdings hätte ich in der Praxis sicherlich vorgeben müssen meinen Trieb so gar nicht unter Kontrolle zu haben und damit dritte zu gefährden. Der Ein oder Andere Erfahrungsbericht dazu ist im Netz zu lesen.
Ich habe mich bereits viele Jahre mit der Thematik beschäftigt. Unter Anderem hatte ich damals auch Kontakt zu dem deutschsprachigen belgischen Cutter in Antwerpen. Ich habe mich aber letztendlich gegen den Eingriff entschieden, da mir die Sache zu dubios war.
Da ich selber im medizinischen Bereich tätig bin, habe ich mich kundig gemacht und letztendlich für mich entschieden die Injektions-Methode für mich vertreten zu können. Damit habe ich einfach nur Fakten geschaffen die letztlich den chirurgen keine Wahl ließen.
Und ganz klar... ich habe Androcour benutzt um eine Testphase zu haben. Und genauso sicher kann ich auch von mir sagen das ich zu der Injektionsmethode nur gegriffen habe mangels realistischer Alternativen.
Rein theoretisch kann Dir jeder Arzt Androcour oder ähnliche Medikamente verschreiben. Letztlich geht es nur darum ob Du einen Arzt findest der für Deine Beweggründe Verständniss aufbringen kann.
Re: Deutschland / München
--------------------------
Diesen Vergleich zu Schwangerschaftsabbrüchen kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Eher aber zu den Zahlreichen Hysterektomien die jeden Tag durchgeführt werden. Ich bin mittlerweile absolut davon überzeugt, das die Kastration eines der größten Tabu`s in der Medizin darstelt und lediglich als allerletzte Option in Erwägung gezogen wird ( Prostata-/ Testiculäre Karzinome ). Hysterektomien wurden lt. einiger Berichte ähnlich wie Brustentfernung zum Teil aufgrund hereditärer Prädisposition durchgeführt. Eine Tatsache die auf den Mann bezogen sicherlich absolut undenkbar scheint. Meiner Überzeugung nach ist das freiwillige "Entmannen" in unserer Kultur schlichtweg undenkbar. Ich möchte sogar behaupten das Menschen mit diesem Wunsch sofort pathologisiert werden. Die Wurzeln dafür sind wahrscheinlich in der patriarchalischen Prägung zu suchen die wenn auch durch den Feminismus aufgeweicht immernoch tief verwurzelt ist in den Köpfen der Menschen lebt. Der Mann muss können.... und das bis in`s hohe Alter. Der Absatz Erektionsfördernder Medikamente steigt weiter von Jahr zu Jahr. Ähnliche Medikamente für die Damenwelt fristen ein Schattendasein. Allein sprachlich ist in diesem Zusammenhang sicherlich hervorzuheben das mir die Vokabel "Entweiblicht" noch ni
Wie wäre es da mit der Pille für den Mann?
Du schmeisst da 2 Dinge in einen Topf die nicht zusammen gehören!
1. die Sterilisation / Fertilisationskontrolle
Bei der wie z.B. bei der Pille lediglich eine Schwangerschaft unterbunden wird. Da ist es auch für einen Mann ganz leicht machbar
2. die Kastration
Das entfernen der Hoden bzw. die chemische "Kastration" welche die Wirkung des Testosterons im Körper abmildert.
Zur Kastration bleibt mir als Resümee das es sich hierbei um einen tiefen Eingriff in den Körper handelt ( auf weiblicher Seite die Hysterektomie sicherlich nicht minder )! Ich habe meinen Körper durch mein Handeln klar geschädigt. Jetzt bin ich mir im Klaren darüber das ich mich lebenslang medikamentenabhängig gemacht habe. Ich substituiere allerdings Östrogene und akzeptiere die damit verbundene verweiblichung meines Körpers. Auslöser für den Kastrationswunsch war bei mir aber schon immer die mangelnde Identifikationsfähigkeit mit dem männlichen Geschlecht und mein Leiden unter dem damit verbundenen Sexualtrieb. Ich kann Sex nun auf eine völlig neue für mich stress-freie Art mit meiner Partnerin genießen. Ich bin zufrieden mit meinem nun recht androgynen Wesen. Es hat mich einiges an Überzeugungsarbeit gekostet und mir einige Wochen in der Ballerburg eingebracht bevor ich "meinen Weg" gehen durfte. Offiziell wurde ich durch die Schulmedizin als "transident" eingestuft. Eine Einschätzung die ich nicht 100% teile, letztlich aber akzeptieren muß um medizinische Unterstützung zu erhalten. Sicherlich ein prima Beispiel für das Schubladen-Denken was in der Medizin ( und nicht nur da ) vorherrscht!
Wir leben in einer Welt in der Informationen sehr schnell verfügbar sind. Durch die ablehnende Haltung der Medizin zu diesem Thema wird wahrscheinlich auf die Dauer nur erreicht werden das sich Betroffene wie hier zusammenrotten und gemeinsam Wege ebnen Ihre Vorstellungen zu realisieren. Ob man(n) letztlich bereit ist die damit verbundenen Risiken ein zu gehen ist somit nur noch eine Frage des rein subjektiv empfundenen Leidensdruck. Somit wird es eine große Herrausforderung für die Medizinerschaft in den nächsten Jahren werden Ethik und Moralvorstellungen den neuen gegebenheiten unserer Zeit an zu passen. ( Botox-Party`s, Gentechnik,Sterbehilfe etc. ) Den Trend zur medizinischen Selbstbestimmung aufzuhalten ist zwar der Wunsch vieler Ärzte aber letztlich völlig illusorisch ( siehe MP3`s und die Musikindustrie...)
"Wo ein Wille da ein Weg" gilt heute sicherlich mehr den je. Und sobald ein Bedarf erkannt wird wird es irgendwo irgendjemanden geben der bereit ist diesen zu stillen. ( z.B. Transgender Kliniken in Thailand) Auch unsere Ärzte leiden immer mehr unter dem Kostendruck der im System entsteht und sind immer mehr bereit sich als Dienstleister zu sehen. Der Trend ist klar vorgegeben... wobei sicherlich Deutschland eines der letzten Länder sein wird in dem diese Dämme brechen werden 
Lieber Thread-Author,
ich hoffe Du verzeihst mir diese eher umfassende philosophische Betrachtung des Thema`s die sich hier entwickelt hat. Mit Deiner ursprünglichen Anfrage ( München ) hat das natürlich recht wenig zu tun.
Letztlich aber eine Form des Austausch zum Thema auch ohne sich im deutschen Museeum treffen zu müssen
Gruß Abrax
mobbkopf (imported) wrote: Thu Jun 23, 2011 1:46 pm Du klingst, als hättest Du diesen Weg nicht versucht
An sich hört sich das Gesetzt ja gut und richtig an. Allerdings hätte ich in der Praxis sicherlich vorgeben müssen meinen Trieb so gar nicht unter Kontrolle zu haben und damit dritte zu gefährden. Der Ein oder Andere Erfahrungsbericht dazu ist im Netz zu lesen.
Ich habe mich bereits viele Jahre mit der Thematik beschäftigt. Unter Anderem hatte ich damals auch Kontakt zu dem deutschsprachigen belgischen Cutter in Antwerpen. Ich habe mich aber letztendlich gegen den Eingriff entschieden, da mir die Sache zu dubios war.
Da ich selber im medizinischen Bereich tätig bin, habe ich mich kundig gemacht und letztendlich für mich entschieden die Injektions-Methode für mich vertreten zu können. Damit habe ich einfach nur Fakten geschaffen die letztlich den chirurgen keine Wahl ließen.
Und ganz klar... ich habe Androcour benutzt um eine Testphase zu haben. Und genauso sicher kann ich auch von mir sagen das ich zu der Injektionsmethode nur gegriffen habe mangels realistischer Alternativen.
Rein theoretisch kann Dir jeder Arzt Androcour oder ähnliche Medikamente verschreiben. Letztlich geht es nur darum ob Du einen Arzt findest der für Deine Beweggründe Verständniss aufbringen kann.
Re: Deutschland / München
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nn, steht Man(n) vor nahezu unüberwindbaren Hindernissennosexatall (imported) wrote: Thu Jun 23, 2011 11:50 pm ------------------------------------------------------
Ich begrüße es außerordentlich, daß sich auch einmal jemand zu Wort meldet, der diesen Schnitt (entschuldigung für den Kalauer) hinter sich hat. Die meisten von uns können ja eigentlich nur Theoretisieren.
Irgendwo spiegelt diese Diskussion die Doppelmoral der Gesellschaft wieder:
So ist ein Schwangerschaftsabruch innerhalb gewisser (zeitlichen) Grenzen möglich.
Auch kann sich "Frau" völlig legal des Ergebnisses eines "kleinen Verkehrsunfalles" entledigen. Und das auch noch anonym!
Nur setzt Man(n) diesem "Problem" schon vorher ein Ende, bevor oder besser: damit es erst gar nicht dazu kommen ka
Diesen Vergleich zu Schwangerschaftsabbrüchen kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Eher aber zu den Zahlreichen Hysterektomien die jeden Tag durchgeführt werden. Ich bin mittlerweile absolut davon überzeugt, das die Kastration eines der größten Tabu`s in der Medizin darstelt und lediglich als allerletzte Option in Erwägung gezogen wird ( Prostata-/ Testiculäre Karzinome ). Hysterektomien wurden lt. einiger Berichte ähnlich wie Brustentfernung zum Teil aufgrund hereditärer Prädisposition durchgeführt. Eine Tatsache die auf den Mann bezogen sicherlich absolut undenkbar scheint. Meiner Überzeugung nach ist das freiwillige "Entmannen" in unserer Kultur schlichtweg undenkbar. Ich möchte sogar behaupten das Menschen mit diesem Wunsch sofort pathologisiert werden. Die Wurzeln dafür sind wahrscheinlich in der patriarchalischen Prägung zu suchen die wenn auch durch den Feminismus aufgeweicht immernoch tief verwurzelt ist in den Köpfen der Menschen lebt. Der Mann muss können.... und das bis in`s hohe Alter. Der Absatz Erektionsfördernder Medikamente steigt weiter von Jahr zu Jahr. Ähnliche Medikamente für die Damenwelt fristen ein Schattendasein. Allein sprachlich ist in diesem Zusammenhang sicherlich hervorzuheben das mir die Vokabel "Entweiblicht" noch ni
rschrieben!nosexatall (imported) wrote: Thu Jun 23, 2011 11:50 pm e vor die Linse gekommen ist... Denkt mal darüber nach
Es sollte doch machbar sein, ein Medikament zu entwickeln, das zwar den gewünschten Erfolg liefert, aber bedeutend weniger und vor allem mit weniger gravierenden Nebenwirkungen behaftet ist. Dann hätte Man(n) wirklich eine freie Wahl.
Die Pille für die Frau gibt es ja bereits seit Jahrzehnten. Und die wird völlig legal ve
Wie wäre es da mit der Pille für den Mann?
Du schmeisst da 2 Dinge in einen Topf die nicht zusammen gehören!
1. die Sterilisation / Fertilisationskontrolle
Bei der wie z.B. bei der Pille lediglich eine Schwangerschaft unterbunden wird. Da ist es auch für einen Mann ganz leicht machbar
2. die Kastration
Das entfernen der Hoden bzw. die chemische "Kastration" welche die Wirkung des Testosterons im Körper abmildert.
Zur Kastration bleibt mir als Resümee das es sich hierbei um einen tiefen Eingriff in den Körper handelt ( auf weiblicher Seite die Hysterektomie sicherlich nicht minder )! Ich habe meinen Körper durch mein Handeln klar geschädigt. Jetzt bin ich mir im Klaren darüber das ich mich lebenslang medikamentenabhängig gemacht habe. Ich substituiere allerdings Östrogene und akzeptiere die damit verbundene verweiblichung meines Körpers. Auslöser für den Kastrationswunsch war bei mir aber schon immer die mangelnde Identifikationsfähigkeit mit dem männlichen Geschlecht und mein Leiden unter dem damit verbundenen Sexualtrieb. Ich kann Sex nun auf eine völlig neue für mich stress-freie Art mit meiner Partnerin genießen. Ich bin zufrieden mit meinem nun recht androgynen Wesen. Es hat mich einiges an Überzeugungsarbeit gekostet und mir einige Wochen in der Ballerburg eingebracht bevor ich "meinen Weg" gehen durfte. Offiziell wurde ich durch die Schulmedizin als "transident" eingestuft. Eine Einschätzung die ich nicht 100% teile, letztlich aber akzeptieren muß um medizinische Unterstützung zu erhalten. Sicherlich ein prima Beispiel für das Schubladen-Denken was in der Medizin ( und nicht nur da ) vorherrscht!
Wir leben in einer Welt in der Informationen sehr schnell verfügbar sind. Durch die ablehnende Haltung der Medizin zu diesem Thema wird wahrscheinlich auf die Dauer nur erreicht werden das sich Betroffene wie hier zusammenrotten und gemeinsam Wege ebnen Ihre Vorstellungen zu realisieren. Ob man(n) letztlich bereit ist die damit verbundenen Risiken ein zu gehen ist somit nur noch eine Frage des rein subjektiv empfundenen Leidensdruck. Somit wird es eine große Herrausforderung für die Medizinerschaft in den nächsten Jahren werden Ethik und Moralvorstellungen den neuen gegebenheiten unserer Zeit an zu passen. ( Botox-Party`s, Gentechnik,Sterbehilfe etc. ) Den Trend zur medizinischen Selbstbestimmung aufzuhalten ist zwar der Wunsch vieler Ärzte aber letztlich völlig illusorisch ( siehe MP3`s und die Musikindustrie...)
Lieber Thread-Author,
ich hoffe Du verzeihst mir diese eher umfassende philosophische Betrachtung des Thema`s die sich hier entwickelt hat. Mit Deiner ursprünglichen Anfrage ( München ) hat das natürlich recht wenig zu tun.
Letztlich aber eine Form des Austausch zum Thema auch ohne sich im deutschen Museeum treffen zu müssen
Gruß Abrax
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Yman (imported)
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Re: Deutschland / München
Abrax97 (imported) wrote: Thu Jun 23, 2011 12:57 am Mittlerweile nehme ich weibliche Hormone. Depressionen sind damit Gott sei Dank vergangenheit.
Hallo Abrax,
wie sind deine Erfahrungen mit Östrogen? Welche Dosis nimmst du und wie ist die Wirkung?